Unsere Kirchen

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Friedenskirche Hemau (D. Martin-Lutherstr. 9, Hemau)

Die Friedenskirche wurde in den Jahren 1965/66 errichtet und am 1. Advent, 27.11.1966 durch Kreisdekan OKR Flurschütz (Bayreuth) eingeweiht. Sie diente auch den Soldaten der neu errichteten „General-von-Steuben-Kaserne“ als Kirche für die Standortgottesdienst. Architekt war H. Reissinger, Bayreuth. 2016 wurde das 50-jährige Jubelfest gefeiert. Schöne Namen tragen die drei Glocken: die „Bittende“, die „Empfangende“, die „Hoffende“. Besonderheiten sind die schöne Holzdecke mit der großen Sonne als Symbol; das große Südfenster mit Symbolen aus dem Alten und Neuen Testament und die „Taufecke“ mit Glasbaufenster.

Im Untergeschoss befindet sich das Gemeindezentrum mit dem großen und kleinm Gemeinderaum, die Sakristei; sowie die Küche und Lagerräume. Interessant: 80% der 500.000 DM – Bausumme hat die BRD getragen, da sie Standortkirche für die (inzwischen geschlossene) Kaserne war. Die Altarbibel wurde vom damaligen BM der Verteidigung, Kai-Uwe von Hassel, gestiftet.

Gemeindezentrum von außen im Sommer
Bildrechte: Mario Kick

Arche Nittendorf (Bernsteinstrasse 22, Nittendorf)

Bis in die Mitte der neunziger Jahre wurde das Gebiet der Marktgemeinde Nittendorf von der zweiten Pfarrstelle der Dreieinigkeitskirche Regensburg „mitbetreut“. Das zweite Pfarrhaus stand bis dahin in der Taxisstraße in Regensburg. Die evangelische Gemeinde war auf die Gastfreundschaft der kommunalen und der katholischen Gemeinde angewiesen und hat diese Gastfreundschaft bis heute in dankbarer Erinnerung. Auch die kleine Wolfgangskapelle in Etterzhausen war den Evangelischen ein geliebter Gottesdienstort. Doch das kontinuierliche und starke Wachstum der Gemeinde ließ den Wunsch nach einem eigenen Zentrum in Nittendorf immer stärker werden. Die Arche  wurde 1994 gebaut und am 22.10.1995 eingeweiht. Wenige Jahre später wurde der Dienstsitz der zweiten Pfarrstelle Dreieinigkeit nach Nittendorf verlegt. Nach Pfarrersehepaar Hausner und Pfarrerin Ulrike Häberlein ist seit 2010 Pfarrerin Sibylle Thürmel die „Nittendorfer Pfarrerin“.

Besonderheiten: In der Arche befinden sich Kirche, Büro und Gemeinderäume unter einem Dach. Die Räume sind modern und farbenfroh gestaltet. Die blauen Stühle in der Kirche symbolisieren das Meer, auf dem die Arche "schwimmt". Das Kreuz ist außen angebracht und ist durch das Fenster im Kirchenraum zu sehen.

Seit dem 01. September 2011 ist der Nittendorfer Gemeindeteil aus der Dreieinigkeitskirche ausgegliedert worden. Seitdem gehört er zur Kirchengemeinde Hemau, die nun "Hemau-Nittendorf heißt.

Statue der Argula von Grumbach vor der Erlöserkirche
Bildrechte: S. Thürmel

Erlöserkirche Beratzhausen (Stauferstaße 25, Beratzhausen)

Erste Planungen stammen aus dem Jahr 1958! Aufgrund der Errichtung der Garnison in Hemau kam es allerdings zuerst zum Bau der Friedenskirche. Die Erlöserkirche in Beratzhausen wurde 1970/71 errichtet und am 2.10.1971 eingeweiht –am 2.10. 2011 wurde das 40-jährige Jubelfest gefeiert. Die Architekten waren Wolfgang Gsaenger, Georgensgmünd und Manfred Niebler, Beratzhausen. Die Erlöser Kirche wurde als ein kompaktes Gemeindezentrum geplant, mit einem Kirchenraum, einem großen und kleinen Gemeinderaum, einer Sakristei sowie Küche und Jugendraum. Es befindet sich eine komplette, 100 m² große  Mesnerwohnung im Untergeschoss. In der Wohnung ist inzwischen die Kindertagespflege "Knierutscher" für die Allerkleinsten zuhause und füllt das Haus mit Leben.

Besonderheiten sind die Argula-von-Grumbach-Statue an der Parkplatzeinfahrt. Die Statue wurde von Markt- und Kreisrat Josef Bezold gestiftet. Er hatte sich Beiträge daür statt Geschenken zu seinem 50. Geburtstag gewünscht! Ferner das große, 6-teilige Fenster in der Nordwand, das Tauffenster in der Ostwand. Der Künstler Katzmeier aus Hemau hat die bunten Fenster entworfen. Das Kreuz kam vom Künstler Olbrich, Bermerhaven-Leherheide.  Die Taufschale wurde vom Bildhauer Fuchs, Untersteinbach, entworfen und vollendet.

Der Erhalt der Erlöserkirche steht momentan auf dem Prüfstand. Die kleine Gemeindegliederzahl in Beratzhausen, zwei Kirchen in einem Sprengel (Hemau-Beratzhausen), sowie die hohen Kosten des Unterhalts und des Bauerhalts zwingen uns nach neuen Lösungen zu suchen. Momentan arbeitet eine Projektgruppe an verschiedenen Konzepten.